
Fast 99% aller Frauen leiden heute unter dem, was wir aus der Presse als "Cellulitis" kennen. Diese Bezeichnung ist jedoch falsch angewandt, den Cellulitis ist eine Entzündung der Zelle - und eben darum handelt es sich nicht! Eine echte Cellulitis, die relativ selten vorkommt, gehört in die Hände des Arztes.
Cellulite oder Orangenhaut beschreibt einen störenden Zustand der Haut und des darunter liegenden Gewebes, meist im Bereich der Oberschenkel, des Gesässes und den Hüften. Es handelt sich um eine vermehrte Einlagerung von Fett und Wasser in das Unterhaut - Zellgewebe, d.h. im Übergang der Haut zum Bindegewebe. Die Struktur des Bindegewebes verändert sich und es entstehen Zellen, die um einiges grösser als die normalen Zellen sind. Diese "Riesenzellen" binden das Gewebewasser und es entsteht ein kleines Ödem (örtliche Wasseransammlung) - eine "Hydroplexie".
Später können auch örtliche Durchblutungsstörungen und Lymphstauungen auftreten. Die Kapillaren (feine, verästelte Blutgefässe in der Haut) wie auch die Venen (grössere, rückführende Gefässe) werden dabei in Mitleidenschaft gezogen und degenerieren. Als Folge können vermehrt Krampfadern und Durchblutungsstörungen in den Beinen entstehen. Eine solche Cellulite, die unbehandelt bleibt, wird deshalb immer schlimmer und chronischer und aus einer anfänglich kosmetischen Frage können sich echte medizinische Probleme entwickeln.
Eine fortgeschrittene Cellulite ist unübersehbar. Sie ist nicht nur ein optischer Störfaktor, sondern es treten sehr bald die erwähnten Störungen im Bereich der peripheren Zirkulation auf. Je früher man zur gezielten Behandlung schreitet, desto eher kann man den Prozess stoppen, bzw. verhindern.