
In manchen Ländern, wie beispielsweise Japan und Indien, gehört die Massage zu den wichtigsten Aufgaben einer Hebamme. Regelmässige Massage trägt dazu bei, Ihre Energieströme im Gleichgewicht zu halten und gesundheitlichen Störungen vorzubeugen. Die Massage stimuliert und reguliert den Körper, verbessert die Zirkulation des Blutes und der Lymphflüssigkeit, so dass Sauerstoff, Nährsubstanzen und Abfallprodukte zwischen Ihrem Körpergewebe und der Plazenta besser ausgetauscht werden können. Sie löst nervöse Spannungen, wirkt entspannend und beruhigend auf die Nerven und kann zu einer Senkung der Blutdrucks beitragen.
Eine regelmässige Partner- und Selbstmassage bewirkt, dass Sie Ihrem eigenen Körper vertrauen, sich entspannen und den natürlichen Vorgängen der Geburt öffnen und anzupassen lernen. In den letzten Monaten der Schwangerschaft kann auch das ungeborene Kind Streicheleinheiten und Lebkosungen durch die Bauchdecke hindurch wahrnehmen.
Über die Geburtsvorbereitung
Sie können Ihr Baby durch Anwendung bestimmter Massagetechniken in den ersten Lebensjahren beruhigen und besänftigen.
Massieren Sie die Brust mit den Handflächen und Fingern einer Hand im Uhrzeigersinn, von der Peripherie zur Brustwarze hin. Benuten Sie Mandelöl oder Ringelblumencreme und streichen Sie fest, aber behutsam mit gleichmässigem Druck. Die Brustwarze massieren Sie mit Fingern und Daumen.
Geben Sie reichlich Öl in eine Hand, reiben Sie die Handflächen aneinander und verteilen Sie das Öl dann mit sanften Kreisbewegungen im Uhrzeigersinn. Konzentrieren Sie sich auf das Baby, während Sie den Bauch massieren. In den letzten Monaten wird er oder sie Ihre Berührung wahrnehmen können. Ölen und massieren Sie danach Ihre Hüfte, die Oberschenkel und den Rest des Körpers.